Fotos für Lieferando & Wolt: Mehr Bestellungen
Immer mehr Gäste bestellen nicht nur am Tisch, sondern auch über Lieferando oder Wolt – gerade in München mit seiner hohen Dichte an Restaurants ist die Konkurrenz in den Apps groß. Wer dort auffallen will, entscheidet oft nicht über den Preis, sondern über das Foto neben dem Gerichtsnamen. Ein unscharfes Handybild kostet Klicks, die Sie nie sehen werden.
Warum Fotos auf Lieferplattformen über Bestellungen entscheiden
Auf Lieferando und Wolt sieht ein Gast Ihr Restaurant zuerst als Kachel in einer langen Liste, dann als Foto neben einem Gerichtsnamen – nie als echten Raum mit Geruch, Musik und Atmosphäre. Das Bild muss also die gesamte Entscheidung tragen, die im Restaurant selbst die Speisekarte, der Geruch aus der Küche und die Empfehlung des Personals gemeinsam übernehmen.
Wolt begründet das in den eigenen Partner-Hinweisen so: Menschen verarbeiten Bilder deutlich schneller als Text, und ein gutes Hauptfoto könne das Bestellvolumen eines Gerichts laut Wolt um bis zu das Fünffache steigern. Eine Berechnungsgrundlage für diese Zahl nennt Wolt nicht – es handelt sich also um die eigene Einschätzung der Plattform, nicht um eine unabhängig geprüfte Studie. Ein Gastronomie-Ratgeber beschreibt zudem, dass professionelle Fotos die Conversion-Rate auf Lieferando „teilweise verdoppeln“ können, ebenfalls ohne genannte Quelle. Beide Aussagen sind als Richtungsangabe zu lesen, nicht als Garantie: Wie stark sich Fotos bei Ihrem Restaurant auswirken, hängt auch von Gerichten, Preis und Konkurrenz in Ihrem Liefergebiet ab.
Unabhängig von der genauen Zahl gilt für beide Plattformen: Ein Handyfoto bei schlechtem Küchenlicht, mit schiefem Ausschnitt oder unvorteilhafter Portionierung wirkt wie ein Warnsignal – kein Gericht sieht dadurch besser aus, als es ist.
Was Lieferando und Wolt technisch von Ihren Fotos erwarten
Beide Plattformen prüfen eingereichte Fotos gegen eigene Vorgaben. Wer diese vor dem Shooting kennt, spart sich spätere Nachbesserungen und Wartezeit bis zur Freischaltung.
Lieferando: Header-Bild und Produktfotos
Für das große Header-Bild im Partner Hub nennt Lieferando laut einem spezialisierten Foto-Dienstleister ein Format von 2:1 mit 1600 × 800 Pixeln als PNG oder JPG, ohne Verzerrungen oder zusätzliche Rahmen. Für einzelne Produktfotos gibt derselbe Leitfaden keine feste Pixelgröße vor, empfiehlt aber scharfe, naturgetreue Aufnahmen eines einzelnen Gerichts, vollständig im Bild, mit weichem Licht und einem schlichten Hintergrund – starke Filter oder übermäßige Bearbeitung sollen Sie vermeiden. Da sich solche Vorgaben ändern können, lohnt sich ein kurzer Blick in das aktuelle Partner Hub beziehungsweise Knowledge Centre von Lieferando, bevor Sie ein Shooting planen.
Wolt: horizontal, zentriert, ohne Ablenkung
Wolt verlangt horizontale Fotos im Format 16:9, das Gericht zentriert und vollständig im Bild, ohne abgeschnittene Ränder. Vorgeschrieben sind scharfer Fokus und helles, natürliches Licht; nicht erlaubt sind Personen, zusätzliche Grafiken, Text oder Rahmen im Bild, ebenso unrealistisch große oder kleine Portionen. Auch vertikale, unscharfe oder beschnittene Fotos sowie KI-generierte Bilder lehnt Wolt ausdrücklich ab. Wer diese Punkte schon beim Shooting mitdenkt, muss später nicht nachproduzieren.
Handyfoto oder professionelles Shooting?
Ein Foto-Shooting für Lieferplattformen kostet am Markt laut Branchenratgebern üblicherweise zwischen 300 und 800 Euro für ein bis zwei Stunden vor Ort – wie sich Foodfotografie-Preise in München konkret zusammensetzen, haben wir in einem eigenen Beitrag aufgeschlüsselt. Dagegen steht die Zeit, die ein Handyfoto zwischen zwei Services kostet, und das Risiko, dass ein schlecht beleuchtetes Bild sogar von der Plattform abgelehnt wird.
Der Unterschied liegt selten an der Kamera, sondern an drei Dingen: Licht, Hintergrund und Anrichten. Natürliches, weiches Licht ohne harten Blitz, ein neutraler Hintergrund ohne Ablenkung und ein Gericht, das so angerichtet ist, wie es beim Gast tatsächlich ankommt – das lässt sich mit etwas Übung teilweise selbst umsetzen, geht aber für eine ganze Speisekarte schnell in mehrere Stunden Arbeit.
Einen Content Day für Website, Social Media und Lieferplattformen nutzen
Statt pro Plattform einzeln zu fotografieren, lohnt sich ein gebündelter Termin: An einem Content Day entstehen in wenigen Stunden die Formate, die Sie ohnehin an mehreren Stellen brauchen – horizontale Produktfotos für Lieferando und Wolt, ein Header-Bild im passenden Zuschnitt, dazu Aufnahmen für Website und Social Media aus demselben Anrichten.
- Bestseller und margenstarke Gerichte zuerst fotografieren, nicht die komplette Karte auf einmal.
- Pro Gericht mindestens eine horizontale Aufnahme planen, die ohne Zuschnitt sowohl für Lieferando-Produktfotos als auch für Wolt funktioniert.
- Ein separates Header-Motiv im 2:1-Format mitplanen, statt ein Produktfoto nachträglich zu verzerren.
- Freigegebene Fotos zentral ablegen, damit eine Speisekarten-Änderung nicht gleich ein komplettes Shooting erfordert.
So entsteht aus einem Termin ein Bildbestand, der auf Lieferando, Wolt, der eigenen Website und in Social Media funktioniert, statt für jede Plattform einzeln nachzuproduzieren.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich für jedes Gericht ein eigenes Foto?
Im Idealfall ja, zumindest für Ihre Bestseller und neuen Gerichte. Beide Plattformen zeigen Fotos direkt neben dem Gerichtsnamen; ein Eintrag ohne Bild wirkt im Vergleich zu bebilderten Nachbareinträgen schnell unauffällig.
Kann ich dasselbe Foto für Lieferando und Wolt verwenden?
Oft ja, wenn das Foto von Anfang an horizontal, zentriert und ohne Ablenkungen aufgenommen wurde. Prüfen Sie vor dem Hochladen trotzdem die jeweils aktuellen Vorgaben der Plattform, da sich Details wie erlaubte Seitenverhältnisse ändern können.
Wie lange dauert es, bis ein neues Foto online ist?
Für Header-Bilder nennt der Lieferando-Leitfaden rund zwei Werktage Prüfzeit; das ist laut Quelle keine zugesagte Frist für jedes einzelne Speisefoto. Planen Sie bei einer Speisekarten-Umstellung daher etwas Vorlauf ein, statt Fotos erst am Tag der Umstellung hochzuladen.
Was passiert, wenn ein Foto von der Plattform abgelehnt wird?
Meist liegt es an genau den Punkten aus den Vorgaben: falsches Seitenverhältnis, mehrere Gerichte im Bild, Personen oder Text im Foto, oder ein zu unscharfer beziehungsweise zu dunkler Ausschnitt. Ein professionell geplantes Shooting berücksichtigt diese Punkte von vornherein, sodass Nachbesserungen die Ausnahme bleiben.
Ob Lieferando, Wolt oder beide zusammen: Gute Fotos sind kein einmaliger Aufwand, sondern eine Investition, die bei jeder Bestellung mitverkauft. Wie ein Content Day für Ihr Restaurant konkret aussehen kann, zeigen ausgewählte Projekte im Portfolio. Für ein unverbindliches Erstgespräch erreichen Sie uns über die Kontaktseite.
Quellen
- Wolt Merchant Learning Center – Add or edit your menu photos
- RestoPhoto – Lieferando Fotos: Produktbilder, Header und Upload (Sekundärquelle zu den Lieferando-Vorgaben; aktuelle Werte bitte im Lieferando Partner Hub prüfen)
- Gastro-Master – Lieferando-Portal richtig nutzen: 6 Hebel für mehr Bestellungen


